Mit der langjährigen Zusammenarbeit mit einer anderen bedeutenden ausländischen Institution, dem Warschauer Institut Fryderyk Chopin, ist auch ein anderer Abzweig aus dem Barocken Revier des Orchesters verbunden. „In diesem Jahr werde ich das polnische Orchester beim Finale des prestigeträchtigen Internationalen Chopin-Klavierfestival dirigieren, welches den historischen Klavieren gewidmet ist. Es erklingen – wie sonst – beide Klavierkonzerte von Chopin. Einige Tage später hören eines von diesen Konzerten auch die Zuschauer im Rudolfinum und in der Lukaskirche, in unserer Einübung mit dem frischen Laureaten des Wettbewerbes als Solisten,“ präzisiert Luks mit Bemerkung, dass der Name des Solisten und auch das, welches Konzert von Chopin Collegium 1704 aufführen wird, das Orchester am 16. Oktober bekannt gibt.
Ein Novemberabend im Rudolfinum und in der Annenkirche führt die Zuhörer zu den Anfängen des Barocks zurück, mit der Musik von Claudio Monteverdi. Seine Marienvesper sind gleichzeitig ein Werk, welches die Richtung vorgegeben hat, wie sich das europäische Denken der künftigen Jahrhunderte entwickeln wird und heute deswegen Bewunderung und Verehrung weckt. In der Atmosphäre um die Adventszeit können dann die Zuschauer im Dvořák-Saal und in der Annenkirche mit Collegium 1704 und Collegium Vocale die Schätze des Hochbarocks auskosten, in der Uraufführung die Missa Corporis Domini von Jan Dismas Zelenka, und den vertonten Marienlobgesang, bekannt unter dem Namen Magnificat, eines von den beliebtesten Stücken von Johann Sebastian Bach überhaupt.
